

Ein Energieversorger stand vor der Herausforderung, dass die Einarbeitung neuer Netzführungsverantwortlicher komplett auf einer erfahrenen Fachkraft lastete, die alle Grundlagen persönlich und wiederholt vermitteln musste – zeitintensiv und wenig skalierbar.
Gemeinsam mit dem Kunden wurde ein digitales Blended-Learning-Konzept entwickelt. Zentrale Fachthemen (u. a. Schaltgeräte, Netzformen, Schutzgeräte, Primärtechnik, Schaltsprache) wurden in interaktive, SCORM-basierte Web Based Trainings mit integrierten Wissensquizzen überführt, die neue Mitarbeitende orts- und zeitunabhängig im eigenen Tempo durcharbeiten können.
Die Einarbeitung neuer Netzführungsverantwortlicher war vollständig an die Expertise einer erfahrenen Fachkraft gebunden. Sie vermittelte sämtliche Grundlagen persönlich – strukturiert, praxisnah und mit großem Engagement. Gleichzeitig bedeutete dies einen hohen zeitlichen Aufwand, denn jede neue Einarbeitung beanspruchte wertvolle Kapazitäten im Tagesgeschäft.
Die Folge: Wiederkehrende Grundlagenschulungen nahmen viel Zeit in Anspruch, während individuelle Vertiefungen und andere wichtige Aufgaben nicht zu kurz kommen durften – eine große Belastung für die einarbeitende Fachkraft, auch vor dem Hintergrund der repetitiven Vermittlung von Basisinhalten. Gesucht wurde eine Lösung, die die Qualität der Einarbeitung sichert, den Lerncoach spürbar entlastet und neuen Mitarbeitenden gleichzeitig einen modernen, flexiblen Einstieg ermöglicht.
Gemeinsam mit dem Kunden entwickelten wir ein digitales Onboarding-Konzept, das die Vermittlung der fachlichen Grundlagen in hochwertige Web Based Trainings (WBTs) überführt.
In enger Zusammenarbeit mit dem Fachexperten wurden die relevanten Inhalte erfasst, durch ck quadrat didaktisch aufbereitet und in interaktive Lernmodule umgesetzt. Dabei standen Praxisnähe, Verständlichkeit und ein einheitlicher Wissensstand für neue Personen in der Netzführung im Mittelpunkt, ohne bereits gut ausgebildete Neulinge mit zu einfachen Trainings zu unterfordern.
Folgende Themen wurden bereits als Web Based Trainings umgesetzt:
• Schaltgeräte (Trenner, Leistungsschalter etc.)
• Netzformen
• Schutzgeräte
• Primärtechnik
• Generatoren
• Freigaben und Schaltaufträge
• Schaltsprache
• … weitere Themen folgen und sind in Bearbeitung
Die neuen Netzführungsverantwortlichen erarbeiten sich die Grundlagen heute eigenständig sowie orts- und zeitunabhängig.
Das Wissen wird standardisiert vermittelt und steht jederzeit zur Verfügung – unabhängig von der Verfügbarkeit einzelner Expertinnen oder Experten.
Ein besonderer Mehrwert liegt in der Sicherstellung eines einheitlichen Wissensstandes: Durch die SCORM-basierten Lernmodule kann nachvollzogen werden, dass alle neuen Mitarbeitenden die Trainings vollständig absolviert haben und es kann von einer gesetzen Wissensbasis ausgegangen und weitergearbeitet werden. Integrierte Wissensquizze überprüfen das Verständnis der Inhalte. Die Ergebnisse werden dem Lerncoach zur Verfügung gestellt, sodass dieser gezielt auf individuelle Wissenslücken eingehen und sicherheitsrelevante Themen im persönlichen Gespräch vertiefen kann.
Damit entstand ein durchdachtes Blended-Learning-Konzept: Die Grundlagen werden im Selbststudium erarbeitet, während die gemeinsame Zeit mit dem Lerncoach für Vertiefungen, praktische Übungen und die Sicherstellung der Lernziele genutzt wird. Gerade im Schichtbetrieb bietet dieser Ansatz große Vorteile, da sich Lernzeiten flexibel in den Arbeitsalltag integrieren lassen und die Präsenzzeiten effizient genutzt werden.
Der größte Erfolg zeigt sich bereits am ersten Ausbildungstag jedes Themenblocks: Die grundlegende Wissensvermittlung wird heute vollständig durch die Web Based Trainings abgedeckt.
Dadurch verändert sich die Rolle des Lerncoachs grundlegend. Statt immer wieder dieselben Basisthemen zu erklären, kann er sich auf die individuelle Begleitung der neuen Mitarbeitenden konzentrieren. Fachliche Vertiefungen, praktische Übungen und der Erfahrungsaustausch rücken in den Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit. Gleichzeitig ermöglichen die Quizauswertungen eine gezielte Vorbereitung auf die persönlichen Betreuungsgespräche, sodass offene Fragen und Unsicherheiten effizient aufgegriffen werden können.
Gleichzeitig gewinnt der Lerncoach wertvolle Zeit für seine eigentlichen Aufgaben im Betrieb. Die persönliche Expertise wird dort eingesetzt, wo sie den größten Mehrwert schafft – bei der Vermittlung komplexer Zusammenhänge und der Begleitung in der Praxis.
Auch die neuen Netzführungsverantwortlichen profitieren: Sie erhalten einen strukturierten, modernen Einstieg mit einer einheitlichen Wissensbasis und können sich die Grundlagen im eigenen Lerntempo aneignen. Das Zusammenspiel aus digitalem Selbstlernen und persönlicher Vertiefung sorgt dafür, dass Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch nachhaltig gesichert wird.
Und es kommt noch besser: Die Trainings, die an der Schnittstelle zu anderen Personen im Betrieb stehen (zum Beispiel „Freigaben“ oder „Schaltsprache“), werden inzwischen in der Breite ausgerollt und sorgen so für eine einheitliche und sichere Kommunikation über die eigenen Abteilungsgrenzen hinaus.
Das Projekt wird kontinuierlich weiterentwickelt. Laufend kommen neue Themen hinzu, die in digitale Lernangebote überführt werden. Der Erfolg des Konzepts hat zudem das Interesse weiterer Abteilungen geweckt. Dadurch kann der entwickelte Ansatz inzwischen auf zusätzliche Unternehmensbereiche übertragen und dort erfolgreich adaptiert werden.
• Einarbeitung vollständig durch eine erfahrene Fachkraft
• Hoher Zeitaufwand durch wiederkehrende Grundlagenschulungen
• Hohe Belastung des Experten durch repetitive Erläuterungen
• Wenig Freiraum für individuelle Vertiefungen
• Entwicklung eines digitalen Blended-Learning-Onboarding-Konzepts
• Erstellung von Web Based Trainings zu den zentralen Grundlagenthemen
• SCORM-basierte Lernmodule mit Lernfortschrittskontrolle und Wissensquizzen
• Standardisierte, flexible und nachvollziehbare Wissensvermittlung
• Der erste Tag jedes Themenblocks wird vollständig digital abgedeckt.
• Einheitlicher Wissensstand durch standardisierte Lerninhalte und dokumentierte Lernfortschritte.
• Quizauswertungen ermöglichen eine gezielte individuelle Vertiefung durch den Lerncoach.
• Der Lerncoach kann sich auf Vertiefung, Praxis und sicherheitsrelevante Fragestellungen konzentrieren.
• Deutliche Entlastung der Fachkräfte im Tagesgeschäft.
• schnellere Einarbeitung durch ständige Verfügbarkeit der Grundlageninhalte
• Nachhaltige Sicherung von Expertenwissen durch digitale Lernangebote.
• Flexibles Lernen auch im Schichtbetrieb.
Das erfolgreiche Konzept wird kontinuierlich ausgebaut und auf weitere Unternehmensbereiche übertragen.

